Kündigung: Ihre Rechte und Pflichten im Arbeitsrecht
Als Fachanwältin für Arbeitsrecht in Erfurt berate ich Sie umfassend zum Thema Kündigung. Ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer – ich helfe Ihnen, die komplexen Gesetze zu verstehen und Ihre Interessen durchzusetzen.
Irena Havranek
Kündigung: Eine kurze Definition
Eine Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige und rechtsgestaltende Erklärung zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Sie ist immer mit Kündigungsfristen verbunden, nach deren Ablauf das Arbeitsverhältnis vollständig aufgelöst wird.
Einseitige Erklärung
Kündigungsfristen beachten
Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Arten der Kündigung
Ordentliche Kündigung
Eine einseitige Erklärung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter Einhaltung der festgelegten Kündigungsfristen, die in Gesetz, Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt sind. Dies gibt beiden Parteien Zeit zur Neuorientierung.
Außerordentliche Kündigung
Oft als fristlose Kündigung bezeichnet, erfordert sie einen triftigen Grund, der die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht (z.B. schwere Vertragsverletzungen). Sie kann auch eine „Auslauffrist“ beinhalten.
Änderungskündigung
Eine Kündigung, die gleichzeitig das Angebot enthält, das Arbeitsverhältnis unter geänderten Bedingungen fortzusetzen (z.B. Änderung des Arbeitsortes, der Arbeitszeit oder des Gehalts).
Gründe für eine Kündigung
Die Gründe für eine Kündigung können vielfältig sein und werden im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) unterschieden.
Kündigung Arbeitnehmer: Ihre Rechte und Pflichten
Als Arbeitnehmer haben Sie nach Erhalt einer Kündigung bestimmte Rechte und Pflichten, die Sie kennen sollten, um Ihre Position zu stärken.
Pflichten bei Kündigung
Arbeitsleistung bis Fristende, keine Tätigkeit bei Wettbewerbern, Rückgabe von Arbeitsmaterialien, Meldung als arbeitssuchend.
Rechte bei Kündigung
Kündigungsschutzklage bei ungerechtfertigter Kündigung, soziale Auswahl bei betriebsbedingten Kündigungen nach KSchG.
Kündigung Arbeitgeber: Ihre Aufgaben
Als Arbeitgeber haben Sie bei einer Kündigung ebenfalls wichtige Pflichten zu erfüllen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Informationspflicht
Den Arbeitnehmer über die Notwendigkeit der Arbeitssuche und Meldung beim Arbeitsamt informieren. Versäumnisse können zu Schadensersatz führen.
Resturlaub gewähren
Offenen Resturlaub gewähren oder abgelten.
Arbeitspapiere übergeben
Alle Arbeitspapiere, inklusive Arbeitszeugnisse, unverzüglich aushändigen.
Abfindung bei Kündigung
Bei betriebsbedingten Kündigungen kann ein Anspruch auf Abfindung bestehen. Dies gilt, wenn der Arbeitgeber nach § 1a KSchG keine Kündigungsschutzklage erhebt und in der Kündigungserklärung einen Hinweis auf die Abfindung gibt.
Anspruch auf Abfindung
Besteht, wenn keine Kündigungsschutzklage erhoben wird und der Arbeitgeber einen entsprechenden Hinweis gibt.
Berechnung der Abfindung
Hängt von Faktoren wie Betriebszugehörigkeit und Monatsverdienst ab (häufig halber Monatsverdienst pro Jahr der Zugehörigkeit).
Kontaktieren Sie mich in Erfurt
Benötigen Sie rechtlichen Beistand bei einer Kündigung? Dank meiner langjährigen Erfahrung als Fachanwältin für Arbeitsrecht stehe ich Ihnen gerne zur Seite. Kontaktieren Sie mich telefonisch oder per E-Mail, um Ihre Interessen optimal vertreten zu lassen.
Häufige Fragen zur Kündigung
Was ist eine Kündigung?
Eine Kündigung ist eine schriftliche Erklärung, die das Arbeitsverhältnis zwischen zwei Parteien beendet. Dabei treten verschiedene Rechte und Pflichten in Kraft.
Welche Gründe für eine Kündigung gibt es?
Das Kündigungsschutzgesetz soll Arbeitnehmer vor Kündigungen bewahren, die ohne triftigen Grund ausgestellt werden und damit ungerechtfertigt sind. Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, Klage beim Arbeitsgericht einzureichen, das dann die Wirksamkeit der Kündigung überprüft. Außerdem sorgt es dafür, dass bei betrieblichen Kündigungen auf die sozialen Faktoren der einzelnen Arbeitnehmer Rücksicht genommen wird.
Was besagt das Kündigungsschutzgesetz?
Die Gründe für eine Kündigung sind sehr vielfältig. So können personenbedingte, verhaltensbedingte und betriebsbedingte Gründe vorliegen. Aber auch schwere Vertragsverletzungen wie Diebstahl, Missbrauch oder andere strafrechtliche Vergehen, können zu einer Kündigung führen.
Wann wird eine Abfindung fällig?
Eine Abfindung kann bei (betriebsbedingten) Kündigungen ausgezahlt werden. Oft wird eine Abfindungszahlung zwischen den Parteien auch dann vereinbart, um das Prozessrisiko für beide Parteien zu vermindern. Der Arbeitnehmer erhält eine Abfindung, die Kündigung des Arbeitgebers ist zu einem bestimmten Termin wirksam.